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Psychodrama-Techniken

Die wichtigste Frage für das Psychodrama ist die nach dem ‚Warum‘: Warum wird eine Marke, ein Produkt oder eine Dienstleistung genutzt und anderen gegenüber vorgezogen?

Das wissen Zielgruppen oft nur unpräzise oder können oder wollen es nicht artikulieren. Das Psychodrama nähert sich dieser zentralen Frage non-direktiv, über die subjektive Wahrnehmung und Interpretation des Verbrauchers. Wie geschieht das? Unter anderem indem die Verwendung einer Marke und deren spezifischer Kontext im Rollenspiel simuliert und detailliert exploriert werden.

Mit Hilfe des Rollenspiels lässt sich ein eingehendes und unverzerrtes Verständnis für die Gefühle und Motive einer Person entwickeln. Für die Zeit der Rollenübernahme legt die betreffende Person ihre eigene Identität ab und gewinnt dadurch Freiheit im Agieren, i. S. v. „ich spiele ja nur eine Rolle“.

Beobachtung, Nachbefragungen, experimentelle Veränderung der Situation, sowie Psychodrama-spezifische Kreativtechniken helfen dabei, interaktiv herauszuarbeiten, was die relevanten faktischen und emotionalen Nutzen einer Kategorie bzw. einer Marke sind. Dies geschieht vor allem im Vergleich mit konkurrierenden Kategorien und Marken.

Neben dem Rollenspiel kommen während eines 8-stündigen Psychodramas (Ganztagesveranstaltung) eine Vielzahl weiterer Tools wie Assoziations- oder Strukturierungstechniken zum Einsatz. Deren Ziel ist es insbesondere, Markencharakteristika, handlungsbestimmende Kaufmotive und Hemmnisse, sowie relevante Konkurrenzangebote und ihr Verhältnis zur untersuchten Marke zu klären.

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